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Pressemitteilungen
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Dresdner Neuste Nachrichten 14.03.2002
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Was ist wohl besser für einen Musiklehrer? Das geduldige Kinde
oder der zielstrebige Erwachsene? Für Thomas Mertin ist das
eher eine Frage der Herangehensweise als eine der Wertung. Der 35-jährige
Diplom-Musiker eröffnet morgen in Dresden eine ganz besondere
Klavierschule, die Unterricht nur für Erwachsene bietet. "Viele
Erwachsene gehen anders an das Erlernen des Instruments heran",
erzählt Mertin. Im Gegensatz zu Kindern würden sie mehr
verkrampfen und seien nicht so geduldig. Dafür hätten die
Erwachsenen aber größere Fähigkeiten, Zusammenhänge
zu erkennen. Außerdem seien diese etwas älteren Schüler
zielstrebiger. Ein weiterer, nicht unerheblicher Aspekt der Diskrepanz
im gemeinsamen Klavierunterricht bestehe darin, so Mertin, dass viele
Erwachsene Angst davor haben, sich mit ihren ersten Übungen
beim Nachwuchs zu blamieren. Obwohl findet jedenfalls der Klavierlehrer,
dafür kein Grund bestehe. Thomas Eisenhuth |
Bild Dresden 25.03.2002
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In nur acht Stunden spielen sie einen Boogie Woogie! So das verlockende Angebot der Klavierschule "Piano-it!".
"Vielen Erwachsenen fehlt die Geduld zum stundenlangen Üben, so Diplom-Musikpädagoge Thomas Mertin (35), der Chef.
"Andere sind musikalisch, haben aber Probleme mit den Noten. Diesen Menschen wollen wir neue Wege zeigen." Christiane Buder Foto: Sukow |
Sächsische Zeitung 10.04.2002
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"Mein Kind spielt Klavier" - dieser Satz erfüllt Eltern mit Stolz. Mit glänzenden Augen schauen sie zu, wenn ihr Schützling die hohe Kunst des Tastenspiels erlernt. So mancher träumte in seiner Jugendselbst davon, oft blieb der Wunsch unerfüllt. Was einen selbst verwehrt war, soll nun dem eigenen Kind offen stehen. Doch warum nicht selbst das Klavierspielen erlernen? Zu alt ist man dafür nie. Es ist nur eine Frage der inneren Einstellung, ob man Lust und Neugierde mitbringt, etwas Neues zu beginnen", sagt Thomas Mertin, Leiter der Klavierschule "Piano-it", an der Karcherallee 41. Seine Schüler sind ausschließlich Erwachsene. Der Älteste zur Zeit sei Mitte Fünfzig. Aber, sagt Mertin, er hätte auch schon Achtzigjährigen Stunden gegeben. Fast alle der Hobby-Musiker sind voll berufstätig und in ihrer Arbeit sehr eingespannt. Die Lösung des Problems sind flexible Termine. Die Schüler können ihre Klavierstunden so nehmen, wie es ihre Zeit zulässt. Aber Schüler sind nicht gleich Schüler. Erwachsene gehen ans Klavierspielen anders heran als Kinder. Die Kleinen sind noch ganz unbefangen und machen alles, wie der Lehrer es vormacht. Nicht so die Erwachsenen. Sie hinterfragen die Dinge, wollen Zusammenhänge durchschauen die Dinge und sind ständig mit dem Verstand bei der Sache. Dadurch lernen sie schneller. Aber es hindert sie, einfach drauflos zu spielen, den Gedanken freien Lauf zu lassen und eins mit der Musik zu werden. Hinzu kommt, dass Erwachsene eine feste Vorstellung von sich und ihren Fähigkeiten haben, die sie manchmal einschränkt. Diese inneren Barrieren abzubauen, ist Aufgebe des Klavierlehrers. Nicht nur bei der Frage des Wie, sondern auch bei der des Was unterscheiden sich die älteren von den jungen Schülern. Erwachsene lassen sich nichts vorsetzen, sondern kommen selbst mit ganz konkreten Wünschen. "Die Filmmusik aus ‚Forrest Gump' zum Beispiel, Beethovens ‚Für Elise', Jazz oder Popmusik", sagt Thomas Mertin. Eine die den Unterschied kennt, ist die 34-jährige Sabine Richter. Von ihrem elften bis zum siebzehnten Lebensjahr besuchte sie regelmäßig den Klavierunterricht. "Das war damals eine klassische Ausbildung. Um wirklich mit dem Klavierspielen voran zu kommen, hätte ich zu Hause sehr viel üben müssen. Aber ich war ziemlich faul, und die vielen Hausaufgaben haben mich abgeschreckt.", sagt die junge Frau. Vor einem Jahr hat sie wieder angefangen, Klavierstunden zu nehmen. "Ich wollte einfach dranbleiben. Wenn man sich nicht eine feste Zeit zum Spielen nimmt, hört man irgendwann ganz auf. Als Mutter von zwei Kindern fehlt mir die Ruhe und Zeit , Stücke selbst zu erarbeiten", sagt sie. Was Sabine Richter vom Klavierunterricht jetzt erwartet, sind vor allem Ausgleich und Entspannung. Im Unterricht bei Thomas Mertin werden die Klavierstücke so weit zusammen geübt, dass sie zu Hause ohne Schwierigkeiten wiederholt werden können. "Ich brauche die Musik zum abschalten", sagt die 34-jährige. "Was ich nicht will, ist in eine Schülerrolle gedrängt zu werden, bei der man ein schlechtes Gewissen bekommt, wenn man nicht übt." Ulrike Zschache Foto: Gunter Hübner
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Wochenkurier 20.03.2002
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Klavierspielen müsste man können! Wer Klavier spielt,hat... So wie Silke Hohlfeld im Vordergrund am Klavier mit Wiebke Kolmorgen
können nur Erwachsene im kürzlich eröffneten "PIANO IT" auf
der Karcherallee ihrem Hobby oder ihrer Leidenschaft nachkommen,
Klavier zu spielen. (kof) Foto: Kofahl
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